umweltzentrum_sl_200x68Klimaschonend unterwegs – Klimaverträgliche Mobilität



Das Auto ist das beliebteste Verkehrsmittel in Deutschland: Für 61 Prozent aller Wege steigen die Bundesbürger inzwischen in den Pkw. Dabei ist die Hälfte aller Autofahrten kürzer als 6 km. Besonders im Verkehr könnte der Ausstoß von Treibhausgasen enorm vermindert werden: Durch eine bewusste Autonutzung, den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel und die Vermeidung von C02-intensiven Flugreisen.

Das Einsparungspotenzial im Bereich Mobilität ist groß - vor allem beim Pkw als Hauptverursacher von CO2-Emissionen. Häufig wird das Auto aus reiner Gewohnheit genutzt, auch wenn es eine schnellere, günstigere und umweltfreundlichere Alternative gibt. Gerade bei kurzen Strecken ist das Auto keine gute Wahl: Ein kalter Motor verbraucht auf den ersten drei Kilometern bis zu 35 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer. Das ist nicht nur schlecht fürs Klima, sondern auch für die Haushaltskasse.
Auch wer auf das Auto nicht verzichten kann oder will, kann seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Nicht vermeidbare Pkw-Fahrten werden durch eine spritsparende Fahrweise effizienter.

Zehn Spritspartipps zum Geld sparen

Wer weniger Sprit verbraucht, schont Konto und Umwelt gleichermaßen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums könnten allein durch sparsameres Fahren jährlich rund fünf Millionen Tonnen CO2 in Deutschland vermieden werden. Wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen, können Sie Ihren Kraftstoffverbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren - und so leicht mehrere hundert Euro Tankkosten im Jahr sparen.


1. Unnötigen Ballast im Auto vermeiden
Spritsparen beginnt schon vor dem Losfahren. Entrümpeln Sie Ihren Kofferraum, denn jedes zusätzliche Kilogramm Gewicht erhöht den Verbrauch des Autos. Selbst ein unbeladener Skihalter erhöht den Verbrauch eines Mittelklassewagens um etwa einen Liter. Lagern Sie Ihren Dachgepäckträger daher besser im Keller als auf dem Autodach.


2. Reifen mit geringem Rollwiderstand fahren
Verwenden Sie Leichtlaufreifen und fahren Sie immer mindestens mit dem Reifendruck, den der Autohersteller für das vollbeladene Fahrzeug bei Höchstgeschwindigkeit empfiehlt. Es darf auch noch ein bisschen mehr sein. Dem etwas geringeren Fahrkomfort stehen ein deutlich geringerer Verbrauch, weniger Schadstoffe, mehr Bremssicherheit und weniger Reifenverschleiß gegenüber. Denken Sie auch daran, rechtzeitig von Winter- auf Sommerreifen zu wechseln. Übrigens: Breitreifen erhöhen den Spritverbrauch.


3. Kurzstrecken vermeiden
Auf den ersten paar hundert Metern verbraucht ein kalter Motor bis zu 35 Liter pro 100 km, zudem ist der Verschleiß außerordentlich hoch. Daher gilt: Kurze Strecken lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Besonders schädlich für Motor und Umwelt: Warm laufen lassen im Stand. Am schonendsten erreicht der Motor seine Betriebstemperatur, wenn es sofort nach dem Motorstart losgeht und spritsparend gefahren wird. Lassen Sie beim Ölwechsel synthetische Leichtlauföle einfüllen. Diese haben bessere Schmiereigenschaften. Das schützt vor Verschleiß und senkt den Verbrauch.


4. Niedrigtourig fahren
Entgegen aller Gerüchte gilt für alle Autos, die in den letzten zwanzig Jahren gebaut wurden: Je niedrigtouriger und je gleichmäßiger Sie fahren, desto besser, sparsamer und motorschonender. 2.000 Umdrehungen pro Minute (U/min) reichen im Stadtverkehr aus.


5. Schnell schalten
Schalten Sie schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang. Im zweiten und dritten Gang kräftig Gas geben und spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsten Gang hoch schalten. Fahren Sie stets im höchstmöglichen Gang, das schont den Motor und ist hörbar leiser. Sie können bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den höchsten Gang einlegen.


6. Vorausschauend gleiten
Jedes Anfahren und Beschleunigen verbraucht viel Sprit. Fahren Sie daher vorausschauend und halten Sie reichlich Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen - so gleiten Sie sicher im Verkehr mit. Nutzen Sie den Schwung Ihres Autos: Ist das Hindernis, z.B. eine rote Ampel, weit entfernt: Gang raus oder Kupplung treten. So können Sie im Leerlauf weiterrollen. Bei kurzem Weg nehmen Sie sofort den Fuß vom Gas und fahren mit eingelegtem Gang Richtung Ampel. Die Schubabschaltung stoppt die Spritzufuhr, der eingelegte Gang bremst den Wagen allmählich ab.


7. Richtig Bremsen
Dass es notwendig wäre, den Motor zum Mitbremsen einzusetzen, ist ein Mythos aus den Zeiten der Trommelbremse. Zurückschalten, um das Fahrzeug abzubremsen, ist nur bei starkem Gefälle angebracht. Zum Verzögern aus hoher Geschwindigkeit reicht es, den 4. oder 5. Gang eingelegt zu lassen und den Fuß komplett vom Gas zu nehmen.


8. Gemäßigtes Tempo im Überlandverkehr
Auch für Fahrten auf Landstraße und Autobahn gilt: je niedriger die Drehzahl und damit das Tempo, desto niedriger der Verbrauch. Als Orientierung können folgende Werte gelten: auf Landstraßen maximal 80 km/h, auf Autobahnen maximal 120 km/h. Bei einer Geschwindigkeit über 100 km/h steigt der Spritverbrauch überproportional an.


9. Stromfresser ausschalten
Schalten Sie bei der Fahrt elektronische Extras nur bei Bedarf an. Eine eingeschaltete Klimaanlage kann den Verbrauch im Stadtverkehr um bis zu 1,8 Liter pro 100 km erhöhen. Denken Sie daran, Stromfresser wie die Heckscheibenheizung auch wieder auszuschalten.


10. Motor aus
Wenn sich absehen lässt, dass Sie an einer roten Ampel oder am Bahnübergang mehr als zehn Sekunden stehen, lohnt sich das Abstellen des Motors. Beim anschließenden Motorstart auf keinen Fall Gas geben.

Quelle / Link: www.vcd.org



Steigen Sie um!
Mit dem Rad oder zu Fuß sind Sie vor allem bei kurzen Wegen oft schneller am Ziel als mit dem Auto. Und das auch noch auf sehr gesunde Art und absolut klimaneutral! Öffentliche Verkehrsmittel bieten einen weiteren Vorteil: Die Fahrzeit kann - anders als im Auto - zum Lesen, Schlafen oder Essen genutzt werden.

Keine Form der Mobilität ist klimaschädlicher als das Fliegen. Die lokalen und globalen Umweltfolgen des Flugverkehrs sind besonders dramatisch, weil der Flugverkehr von Jahr zu Jahr wächst. Weltweit nahm er allein zwischen 1989 und 2002 um fast 70% zu. Wenn dieser Wachstumstrend anhält, wird der Flugverkehr das Auto als Klimakiller Nummer eins bald überholen.

Quelle / Link:
www.verbraucherfuersklima.de