umweltzentrum_sl_200x68 Ein gutes Gefühl – Öko-Textilien

Gesund für die Umwelt und für mich

 

Natur- bzw. Ökotextilien nennt man Kleidung, die aus reinen, gänzlich unbehandelten oder umweltfreundlich gefärbten und nicht chemisch ausgerüsteten Naturfasern hergestellt wird.


Unter Naturfasern werden nachwachsende Rohstoffe tierischer oder pflanzlicher Fasern verstanden, wie z.B. Baumwolle, Wolle, Seide, Hanf, Leinen oder Bambus, vorzugsweise aus ökologischer Landwirtschaft kbA/kbT (Kontrolliert biologischer Anbau, kontrolliert biologische Tierhaltung).

Uns Konsumenten wird aber die Wahl nicht unbedingt leicht gemacht. In der Werbung werden gerne Bezeichnungen, wie z.B. "Naturprodukt aus 100% reiner Baumwolle" oder "Reine Schurwolle" verwendet. Diese sagen jedoch nichts über die chemische Ausrüstung oder die Gewinnung der Rohstoffe der Textilien aus. Die chemische Ausrüstung ist eine Nachbehandlung von Textilfasern oder -geweben, durch die der Gebrauchswert oder die Trageeigenschaften verbessert werden sollen.

So wird z.B. Baumwolle mit formaldehydhaltigen Kunstharzen behandelt, damit sie "pflegeleicht" wird. Weitere chemische Behandlungen sollen unsere Kleidungsstücke, Schmutzunempfindlicher machen, gegen Motten schützen, sie knitterarm und weißer als weiß machen. Die chemische Behandlung und sog. Textilhilfsstoffe sind es jedoch, die gesundheitlich bedenklich sind. Nicht umsonst geben viele Hersteller die Empfehlung "Vor dem 1. Tragen waschen" an. Wer schon einmal vom neuen T-Shirt einen bösen Hautausschlag bekommen hat, wird diesen Rat ernst nehmen.

Bei der konventionellen Herstellung der Rohstoffe geht es auch alles andere als "natürlich" zu. Meist wird die chemische Keule zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt und bei den Färbevorgängen werden Stoffe eingesetzt, die krebserregend oder allergisierend wirken.


Quelle/Link: http://www.bio-ratgeber.de/kleidung/naturtextilien.php