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Deutschlands Zukunft i(s)st fit

Integration durch gesunde Ernährung und Bewegung


Übergewicht ist das heute häufigste Ernährungs- und Gesundheitsproblem von Kindern und Jugendlichen. Oft sind auch Kinder aus Migrantenfamilien betroffen. Fettleibigkeit unter den erwachsenen Menschen etabliert sich zunehmend. In Europa besitzt Deutschland den ersten Platz bezüglich des Anteils der fettleibigen Erwachsenen.

Im Vergleich zu normalgewichtigen Kindern und Jugendlichen zeigen übergewichtige Kinder und Jugendliche bereits sehr häufig Risikofaktoren von chronischen Erkrankungen des Erwachsenenalters (z.B. hohe Cholesterinspiegel im Blut oder einen Bluthochdruck).



Wieso gibt es diese Tendenzen?

Grund sind oftmals falsche Ernährung und mangelnde Bewegung. Die Grundlagen für unser Essverhalten werden in der Kindheit geschaffen. Deshalb ist es sehr wichtig, die Ernährung von vorneherein auf eine gesunde Basis zu stellen. Prägend ist für Kinder neben dem Vorbild von Eltern und Freunden das Angebot in Betreuungseinrichtungen. Mittlerweile werden fast ein Drittel aller Lebensmittel in den Kitas, Schulen, in Seniorenheimen, am Arbeitsplatz, im Restaurant sowie in Kliniken konsumiert. Deshalb ist eine gesunde Versorgung von Kindern und anderen Personen in diesen Einrichtungen mit gesund vorbereiteten Lebensmitteln von großer Bedeutung. Es geht darum, Kindern die ganze Vielfalt an Lebensmitteln nahe zu bringen, sie teilhaben zu lassen am Kochen und Backen und ihnen so den Genuss beim Essen zu vermitteln. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Punkt, den Zusammenhang zwischen dem Klimaschutz und der Erzeugung bzw. Konsum von Lebensmitteln aufzuzeigen.


Unser Ansatz und Ziel

Gemeinsames Kochen, Kennen lernen der Ess- und Kochkultur verschiedener in Berlin lebender Kulturen, Gastfreundschaft sowie gemeinsames Essen bieten dafür eine Fülle positiv besetzter Traditionen und Zugänge. In diesem Zusammenhang lassen sich auch die gesunden, persönlichen, sozialen und ökologischen Werte von Lebensmitteln aus einer gesunden Produktion leicht deutlich machen. Wir streben eine nachhaltige Verhaltensänderung an und geben den Anstoß für eine gesunde Ernährung.

 

Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes durch Workshops, Teilnahme an BIO-Erlebnistagen, Exkursionen zu den landwirtschaftlichen BIO-Betrieben rund um das Lebensmittel und Essen der persönliche Kontakt zu BIO-Bauern und das Interesse von Migrantinnen und Migranten am ökologischen Landbau und Klimaschutz gefördert. Auf Ausflügen mit Kindern und Eltern werden auch weiterverarbeitende Betriebe – wie Molkereien, Mühlen, Bäckereien – Großhändler und Öko-Projekte besucht, um den mehrdimensionalen Zusammenhang von Landbau und Ernährung zu vermitteln und das soziale Gefüge zu stärken.